Der Freiherr vom Stein: kein Demokrat, aber ein „Wegbereiter der Demokratie“?

Es folgt… eine Premiere: In der in Kürze erscheinenden Handreichung zu außerschulischen Lernorten der Demokratiegeschichte in Rheinland-Pfalz des Pädagogischen Landesinstituts sind – soweit ich das überblicke – erstmalig in RLP zwei Beiträge unter Creative Commons-Lizenz erschienen. Das ermöglicht, dass ich die Beiträge auch hier im Blog zur Verfügung stelle. Der erste Beitrag beschäftigt sich mit Nassau und der Rezeption des Freiherrn vom Stein anhand der Denkmäler und Erinnerungsspuren vor Ort.

Da die Handreichung nur im Print erscheint, bringt die zusätzliche Veröffentlichung im Blog den Vorteil mit sich, dass die Materialien (Download als doc oder als odt-Datei) und Aufgabenstellungen (Download als doc oder als odt-Datei) auch digital und damit veränderbar zur Verfügung gestellt werden können. Sie sind somit einfach an die jeweilige Lerngruppe und den eigenen Unterricht anpassbar.

Wer sich für die komplette Handreichung interessiert, die u.a. Materialien zur Mainzer Republik, zum Hambacher Schloss und dem Karl-Marx-Haus in Trier enthält und auch z.B. für die Vorbereitung von Klassenfahrten oder Exkursionen nach RLP nutzbar ist, kann sie beim Pädagogischen Landesinstitut bestellen.

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Freiherr vom Stein Park in Nassau. Foto: Anne Bernsen, CC BY SA.

Nassau: Bedeutung des Ortes für die Demokratiegeschichte

Heinrich Friedrich Karl Reichsfreiherr vom und zum Stein, wie sein voller Name lautet, ist eine nicht unbedingt naheliegende Auswahl für eine Handreichung zum Thema Demokratiegeschichte. Während es noch zahlreiche Schulen gibt, die seinen Namen tragen, und in fast jeder Stadt eine Straße nach ihm benannt ist, dürfte Stein im Gegensatz den meisten Deutschen vermutlich kein Begriff mehr sein. Wenn man Stein heute noch kennt, so vor allem für seine kurze Reformtätigkeit in Preußen, die mit den Schlagwörtern der Städteordnung und Bauernbefreiung verbunden ist und in den meisten Schulgeschichtsbüchern auch weiterhin Erwähnung findet.

Stein war im Umgang mit Menschen ein überaus schwieriger Zeitgenosse. Ebenso schwierig ist seine politische Einordnung. Er lässt sich nicht eindeutig innerhalb einer politischen Strömung verordnen; er war weder Konservativer noch Liberaler. So wandte sich der vermeintlich „konservative“ Stein nach 1819 deutlich gegen die Karlsbader Beschlüsse und verteidigte die süddeutschen Verfassungen. (Siemann, 2007) Dabei ist besonders die Nassauer Verfassung hervorzuheben, deren hoher Stellenwert […] lange Zeit nur unzureichend gewürdigt worden [ist]. Tatsächlich enthält diese Verfassung bereits alle wesentlichen Elemente der vormärzlichen Repräsentativverfassungen in den Staaten des Deutschen Bundes. Die individuellen Freiheiten sind in ihr schon genauso verankert wie das Recht der Landeseinwohner auf parlamentarische Vertretung. Unter den Aufgaben, die dem Landtag übertragen werden, fehlen die Mitwirkung bei der Gesetzgebung und der Aufstellung des Haushalts ebensowenig wie die Kontrolle von Regierung und Verwaltung.“ (Schüler 2006, 56) Bei der Ausarbeitung dieser besonders fortschrittlichen Verfassung Nassaus durch den Freiherrn Ernst Marschall von Bieberstein und Karl von Ibell hatte sich Stein aktiv als Berater eingebracht. Auch wenn Stein bis zu seinem Lebensende an dem Ideal einer ständischen Gesellschaftsordnung festhielt, hat er in seiner Rückwärtsgewandtheit die politische Moderne Deutschlands wesentlich mitgeprägt.

Der Fokus dieses Beitrags liegt allerdings nicht auf Stein und seinem Wirken selbst, sondern auf dessen späterer Rezeption, die jeweils etwas über das (politische) Selbstverständnis ihrer Zeit verrät. Nassau an der Lahn ist bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts für den Freiherrn und sein Werk zu einem zentralen Erinnerungsort geworden, der sich in diesem Sinn auch als Lernort für Demokratiegeschichte eignet. Eine entscheidende Perspektivverschiebung in der Bewertung von Steins Leben und Wirken erfolgte in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. In dem neuen demokratischen und förderalen Staat wurde Stein vorübergehend zu einem zentralen historischen Bezugspunkt und Stifter demokratischer Traditionen in Deutschland. Auch wenn die Aussagen in ihrer Allgemeinheit recht unbestimmt bleiben, ist es interessant zu sehen, dass sich die Schulen in diesem Sinne weiterhin in ihrem Leitbild explizit auf Stein beziehen:

Dabei fühlen wir uns grundlegend in programmatischer Weise den Idealen unseres Namensgebers ‚Freiherr-vom-Stein‘ sowie des symbolischen Schutzpatrons, des Heiligen Martin verpflichtet. Maßgebliche Erziehungsziele unserer Schule sind demzufolge Selbstverantwortung, Mitverantwortung und Solidaritätsfähigkeit.“ (http://www.steinschule-bad-ems.de/Leitbild.htm; Zugriff: 8.12.2013)

Zahlreiche Schulen in ganz Deutschland (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Freiherr-vom-Stein-Schule; Zugriff: 8.12.2013) sind heute noch nach Stein benannt, darunter eine Grundschule in Nassau selbst (Umbenennung 1957; http://www.vgnassau.info/html/cs_6691.html) sowie in relativer Nähe das Freiherr-Vom-Stein-Gymnasium in Betzdorf-Kirchen (Umbenennung 1963; http://www.fvsgy.de/), die Grundschule Freiherr-vom-Stein in Bad Ems (Einweihung 1953; http://www.steinschule-bad-ems.de/) sowie die in der Steinstraße gelegene Stein(grund)schule in Koblenz (gegründet 1933; http://www.steinschule-koblenz.de/).

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Das Freiherr-vom-Stein-Denkmal in Nassau von 1953. Foto: Anne Bernsen, CC BY SA.

Die Häufung von Schulum- oder neubenennungen nach dem Freiherrn in den 1950er und den frühen 1960er Jahren ist keine regionale Besonderheit: Siehe z.B. die Umbenennung eines Frankfurter Gymnasiums 1945 (http://freiherr-vom-stein.de/unsere-schule/geschichte-namenspatron/), des Gymnasiums in Münster 1954 (http://www.freiherr-vom-stein-gymnasium-muenster.de/index.php/schule/geschichte) oder in Fulda 1959 (http://fvs-fulda.de/freiherr-vom-stein-schule-fulda/Die-FvSS/geschichte-der-schule.html). Sie sind Teil eines einen wahren ‚Stein-Booms‘ nach dem Zweiten Weltkrieg, der u.a. die Neugestaltung des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Denkmals in Nassau und dessen Einweihung 1953 in Anwesenheit des Bundespräsidenten Heuss mit sich brachte. In die gleiche Richtung gehen weitere Initiativen der Nachkriegsjahre, die Steins Bedeutung als Orientierungspunkt für die junge Demokratie deutlich werden lassen. Dabei waren es vor allem die Bundesländer mit der kommunalen Selbstverwaltung, die sich auf Stein bezogen. In Hessen werden seit 1951 Städte und Gemeinden, in Rheinland-Pfalz seit 1954 Bürger für ihr kommunalpolitisches Engagement mit der Freiherr-vom-Stein-Plakette geehrt. Gleichfalls als kommunalpolitische Auszeichnung verleihen auch Schleswig-Holstein (seit 1957) sowie das Saarland (seit 1989) eine Freiherr-vom-Stein-Medaille. Die Begründung für diese Neuentdeckung und Neuinterpretation Steins als Leitfigur für die (west-) deutsche Nachkriegsgesellschaft fasste der erste Präsident der 1952 in Essen gegründeten Freiherr-vom-Stein-Gesellschaft wie folgt zusammen:

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Das Freiherr-vom-Stein-Denkmal in Nassau von 1953. Foto: Anne Bernsen, CC BY SA.

Wir wollten helfen, um unser Volk nach beispiellosem Niedergang wieder auf einen Weg zu führen, der seinen großen geistigen und sittlichen Leistungen in der Geschichte entspricht. […] Der Freiherr vom Stein schien uns der Mann zu sein, der am ehesten unter den großen Staatsmännern als Vorbild dienen konnte und der wegen seiner beispielhaften Haltung zu Lebensfragen unseres Volkes von allen, unabhängig von Partei und Konfession, hoch geachtet wurde. Stein hat durch seine Reformen und vor allem durch sein persönliches Wirken die Kräfte der Freiheit und der Verantwortung belebt. Er wusste, dass überbetonte individuelle Freiheit zum schrankenlosen Egoismus ausarten kann, und dass nur die Verbindung von Freiheit und Verantwortung die Sicherheit der Existenz unseres Volkes und dessen glückliche Zukunft verspricht.“ (Zitiert nach: http://www.freiherr-vom-stein-gesellschaft.de/geschichtekategorie.php?k=1; Zugriff: 9.12.2013)

Kern der vorliegenden Vorschläge zur unterrichtlichen Einbindung und Gestaltung einer Exkursion nach Nassau bzw. Frücht als außerschulischen Lernorten zur Demokratiegeschichte ist eine Analyse der selektiven Rezeption Steins und eine kritische Auseinandersetzung mit dem Wandel des Stein-Bildes im Laufe der Zeit.

2 Historische Hintergrundinformationen

Heinrich Friedrich Karl Freiherr vom und zum Stein wurde am 26. Oktober 1757 in Nassau geboren. Die Familie entstammte einem alten Reichsrittergeschlecht und hatte auf dem Schloss in Nassau ihren Stammsitz. Der Vater, Carl Philipp Freiherr vom und zum Stein, war, obwohl protestantisch, Kammerherr am Hof des Mainzer Kurfürsten. Die Erziehung Steins erfolgte in diesem Rahmen einer protestantischen, eng mit dem alten Reich und seiner Verfassung verbundenen Familie. In den Jahren 1773 bis 1777 absolvierte Stein ein Studium an der Universität Göttingen, die damals mit ihren Professoren zu den fortschrittlichsten im Reich zählte. Er studierte Geschichte und Rechtswissenschaften, verließ aber, wie damals für Adlige üblich, die Universität ohne Abschluss. Am Reichskammergericht in Wetzlar machte er ein Praktikum und war kurz am Regensburger Reichstag als Jurist tätig. Eine damals für Adlige übliche „Kavalierstour“ zum Abschluss der „Ausbildungsphase“ führte ihn an die Fürstenhöfe in Mainz, Mannheim, Darmstadt, München, Frankreich, Österreich und Ungarn. 1780 begann Stein dann seine Tätigkeit in der preußischen Verwaltung als Referendar im Bergbau in Westfalen. Zur Zeit der beginnenden Industrialisierung war dies ein Arbeitsbereich mit vielen Innovationen und hoher Dynamik, dem sich unter anderen auch Goethe in Weimar intensiv widmete. Stein machte in der Administration schnell Karriere. 1782 wurde zum Geheimen Oberbergrat und 1784 zum Direktor der Westfälischen Bergämter und der Mindenschen Bergwerkskommission ernannt.

Zwei Jahre später folgte eine längere Reise nach England. Aufgrund des offenkundigen technischen Fortschritts dort sammelte er Informationen für seine Arbeit in Westfalen, wurde aber kritisch beobachtet und wohl nicht ganz zu Unrecht auch der Industriespionage verdächtigt, was diese Reise zu keinem Erfolg werden ließ.

Seine persönliche Karriere ging dennoch weiter – zum Teil gerade wegen der schwierigen Situation während der Revolutionskriege, in denen er in den Westprovinzen Preußens stark gefordert war und ebenso viel Engagement wie Organisationsgeschick bewies. 1796 folgte die Ernennung zum Oberpräsidenten der westfälischen Kammern, 1803 zum Oberkammer-Präsidenten von Münster und Hamm. In dieser Zeit eignete sich Stein umfangreiche Kenntnisse der Verwaltungspraxis und ständischen Selbstverwaltung in Westfalen an. Im Oktober 1804 wurde er als Minister des Akzise-, Zoll-, Fabrik- und Handelsdepartements im Generaldirektorium und als Direktor der Seehandlung in die preußische Regierung nach Berlin berufen, wo er einen wirtschaftspolitischen Reformkurs unterstützte, der Preußen auf die Auseinandersetzung mit Frankreich vorbereiten sollte.

Stein stand allerdings in Opposition vor allem zur Personalpolitik König Friedrich Wilhelms III., der den „widerspenstigen Staatsdiener“ im Januar 1807 entließ. Stein kehrte nach Nassau zurück, wo er im Juni 1807 Denkschrift mit dem Titel „Über die zweckmäßige Bildung der obersten und der Provinzial-, Finanz- und Polizeibehörden in der preußischen Monarchie“, die als „Nassauer Denkschrift“ Geschichte machen sollte.

Nach dem Tilsiter Frieden wurde Stein erneut am 3. Oktober 1807 zum Staatsminister ernannt. Es folgten nun die kurzen, aber entscheidenden Monate seiner Reformtätigkeit in Preußen. Das von Stein nicht selbst vorbereitete, aber verantwortete Edikt vom 9. Oktober 1807 hob die bäuerliche Erbuntertänigkeit auf und beseitigte die Ständeschranken. Die Städteordnung sowie ein weiteres Edikt, das eine moderne Staatsführung mit Fachressorts ermöglichte, gehen wesentlich auf ihn zurück. Diesem „Aufbruch in die Moderne“ durch Steins wegweisende Reformen, die auch die Judenemanzipation in Preußen mit anstießen, stehen antijüdische Äußerungen gegenüber, die an Aggressivität kaum zu überbieten sind.“ (Duchhardt 2007, 451) Mit tradierten Vorurteilen und negativen Klischees begründete er seine Ablehnung des preußischen Emanzipationsedikts und entwickelte auch die Idee einer Ansiedlung der Juden in Nordafrika.

Weitere Reformgesetze wurden vorbereitet, konnten aber nicht mehr umgesetzt werden, da Stein aufgrund eines durch die Franzosen abgefangenen Briefes über eine mögliche Volkserhebung nach spanischem Vorbild gegen Napoleon kompromittiert war und als Minister entlassen werden musste. Ihm gebührte daraufhin die fragwürdige „Ehre“, als Einzelperson persönlich vom französischen Kaiser geächtet zu werden. Stein blieb nur die Flucht, die ihn zunächst ins Kaiserreich Österreich nach Böhmen führte. Stein wurde zu einem zentralen Organisator und Publizisten des Kampfes gegen die Herrschaft Napoleons. Er verband diesen Kampf allerdings mit einer Ablehnung und Abwertung alles Französischen. Sein Kampf richtete sich nicht allein gegen Napoleon. Durchhardt attestiert ihm eine „volks- und kulturbezogenen Frankophobie“ (Durchhardt 2007, 348). Auf Einladung von Zar Alexander I. ging Stein 1812 nach Russland und übernahm ab Oktober 1813 die vorläufige Verwaltung der von französischer Herrschaft befreiten Gebiete. Er geriet zunehmend in Gegensatz sowohl zum österreichischen Staatskanzler Metternich wie auch zum russischen Zaren. Am Wiener Kongress nahm er nur noch am Rand teil.

Seit 1814 konkretisierten sich zugleich bereits zuvor entstandene Pläne, eine Edition der mittelalterlichen Quellen des als deutsch“ verstandenen Reichs in Angriff zu nehmen. Stein gehörte zu den Mitbegründern der Monumenta Germaniae Historica und gab damit wichtige Impulse für die Entwicklung der Mediävistik. Im Sommer 1815 unternahm Stein gemeinsam eine Rheinreise mit Goethe, die beide abschließend auch zum Kölner Dom führte. In seiner Begeisterung für das hohe Mittelalter, das als Höhepunkt vermeintlich „deutscher“ Machtentfaltung in Europa neu interpretiert wurde, entdeckte er auch die Gotik, zu deren Verständnis als „deutscher Baukunst“ er beitrug und die sich dann auch in der Gestaltung des Gedenkturms am Schloss in Nassau, der Grabkapelle wie auch des ersten Denkmals niederschlug.

In der älteren Literatur wurden seine letzten 15 Lebensjahre nach dem Wiener Kongress nur noch kurz abgehandelt und als zurückgezogenes Leben auf seinem Gut und Schloss im westfälischen Cappenberg charakterisiert. Dank neuerer Publikationen muss dieses Urteil revidiert werden. Stein beteiligte sich aktiv an der Einrichtung und Gestaltung der westfälischen Provinzialtage und wurde 1826 als Landtagsmarschall zu deren Vorsitzenden ernannt. (Vgl. vor allem Duchhardt 2007) Stein kritisierte die Karlsbader Beschlüsse ebenso wie die Demagogenverfolgung. Zeit seines Lebens hatte er gegen fürstliche Willkür gekämpft und unterstützte daher den Konstitutionalismus der süddeutschen Staaten, in denen er seine Grundforderungen nach individuellen Rechten und ständischer Mitbestimmung umgesetzt sah. Dies ging so weit, dass er sogar in den Verdacht oppositioneller Umtriebe durch die Mainzer Zentraluntersuchungsbehörde geriet. Die Freiheitsbewegung in Griechenland unterstützte er finanziell, vergleichbaren nationalen Bewegungen seiner Zeit, wie etwa in Polen oder in Lateinamerika, stand er gleichfalls positiv gegenüber. Die liberale Bewegung hingegen lehnte er ab. Als es 1830 dann in Frankreich und Belgien erneut zu Revolutionen kam, kritisierte er diese scharf und äußerte seine Befürchtungen vor einer Einmischung des „Pöbels“ in die Politik. Stein war und blieb bis zum Ende seines Lebens ein Vertreter adelig-ständischer Interessen. Er verstarb am 29. Juni 1831. Nach einer aufwändigen, von ihm selbst geplanten Überführung von Westfalen mit mehrfacher Überquerung des Rheins wurde er am 23. Juli 1831 in Frücht beigesetzt.

3 Erinnerungsspuren (Auswahl)

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Denkmal von 2007 im Park. Foto: Anne Bernsen, CC BY SA.

Voraussetzung für einen Besuch in Nassau und/oder Frücht sollte die vorangehende Erarbeitung der preußischen Reformen, speziell der Nassauer Denkschrift sowie des Oktoberedikts, im Unterricht sein. Die Schülerinnen und Schüler sollten darüber hinaus vorbereitend einen kurzen Text mit zumindest einer überblicksartigen Darstellung zum gesamten Leben Stein lesen.

Nassau

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Neogotischer Turm des Stein’schen Schlosses in Nassau. Foto: Anne Bernsen, CC BY SA.

  • Stein’sches Schloss mit ab 1815 nach Vorstellungen von Stein gestalteten Gedenkturm (Führungen in Sommermonaten an einem Samstag im Monat sowie Besichtigung des Gedenkturmes für Gruppen nach Voranmeldung bei der Gräflichen Verwaltung unter 02604-97080 möglich)
  • Denkmalstatue im 2007 eingeweihten Freiherr-vom-Stein-Park in Nassau
  • Denkmal auf Anhöhe über der Lahn in Nassau von 1953

Frücht

 

Berlin

Weitere Denkmäler für oder mit dem dem Freiherrn vom Stein finden sich u.a. in Marburg, Köln und Wetter an der Ruhr.

4 Links und Literatur (Auswahl)

Monika Bauer, Blätter zum Land 2/2007: Karl Freiherr vom Stein, hg. v. Landeszentrale für politische Bildung, Mainz 2007, online verfügbar als PDF: http://www.politische-bildung-rlp.de/fileadmin/files/downloads/BzL_Frhr_v_Stein_2.pdf

Heinz Duchhardt, Stein. Eine Biographie, Münster 2007.

Heinz Durchhardt (Hrsg.), Stein. Die späten Jahre des preußischen Reformers 1815-1831, Göttingen 2007.

Heinz Duchhardt, Mythos Stein. Vom Nachleben, von der Stilisierung und von der Instrumentalisierung des preußischen Reformers, Göttingen 2008.

Hans Fenske, Freiherr vom Stein. Reformer und Moralist, Darmstadt 2012.

Institut für staatsbürgerliche Bildung (Hrsg.), Der Reichsfreiherr Karl vom und zum Stein 1757-1957, Koblenz 1957.

Landeshauptarchiv, Der 28. Juni 1953. Das Freiherr-vom-Stein-Denkmal in Nassau http://www.landeshauptarchiv.de/index.php?id=401

Stephan Kaiser, Gedenkturm in Nassau und Grabkapelle in Frücht. Erinnerungen an den Staatsmann Karl Freiherr vom und zum Stein (1757-1831), in: Denk-mal! Denkmäler im Unterricht, Bd. 1: Allgemeine Denkmäler, PZ-Information 4/1997, S. 45-58.

Karl-Heinz Schönrock, Der ‚große Sohn‘ der Stadt Nassau, in: Geschichte und Geschichte rund um das Nassauer Land. Internetseiten der Verbandsgemeinde Nassau, online: http://www.vgnassau.info/html/ref_51/cs_6598.html

Winfried Schüler, Das Herzogtum Nassau 1806-1866. Deutsche Geschichte im Kleinformat, Wiesbaden 2006.

Wolfram Siemann, Stein und der Konstitutionalismus der süddeutschen Verfassungsstaaten, in: Heinz Durchhardt (Hrsg.), Stein. Die späten Jahre des preußischen Reformers 1815-1831, Göttingen 2007, S. 59-82.

Marcus Weidner, Internet-Portal „Westfälische Geschichte“: Karl Freiherr vom und zum Stein (1757-1831), http://www.reichsfreiherr-vom-stein.lwl.org/.

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