Textura Kurzanleitung

Die Handreichung zu Textura ist vollständig zweisprachig Deutsch und Polnisch und umfasst einige Seiten – in beiden Sprachen zusammen über 30. Wer sich von so einem kleinen Büchlein abschrecken lässt und zunächst vielleicht erst einmal nicht so viel lesen, sondern gleich mit seinen Schülerinnen und Schüler das Spiel ausprobieren möchte, für den haben wir eine Kurzanleitung von 2 Seiten (mit mehreren Bildern) zusammengestellt. In der Kurzanleitung wird das Spielmaterial und zugrundeliegende Spielprinzip erklärt.

Wer also die etwas umfangreichere Handreichung scheut, findet hier das Wichtigste auf einer Doppelseite zusammengefasst:

Textura Kurzanleitung (PDF)

Wir freuen uns über Rückmeldungen sowohl zum Spiel wie auch zu den Anleitungen und nehmen Anregungen und Vorschläge – soweit möglich – gerne auf!

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Spiele zum Geschichtslernen selbst basteln: Textura Blankokarten

BlankoKarten4erZum Spiel „Textura“ haben wir auf der Homepage des Spiels nun Blankokarten zum Download bereitsgestellt. Diese sind als PDF-Datei verfügbar, können ausgedruckt, bemalt, beklebt oder einfach beschriftet werden. Es ist sowohl möglich, damit die Sets der „Special Edition“ zu ergänzen wie auch ganz eigene Sets passend zum Unterricht zu erstellen:

https://textura-spiel.de/2018/09/blankokarten/

Off topic: TweetSpiele

Gemeinsam mit @RonaldHild und @Brettwelten haben wir ein kleines Projekt auf Twitter gestartet. Unter @TweetSpiele bieten kleine, aber auch größere Spiele für zwischendurch auf Twitter an. Dabei wollen wir auch ausprobieren, was die spezifischen Rahmenbedingungen von Twitter (240 Zeichen, Retweet, Likes als Herzchen etc.) an Spielmöglichkeiten bieten. Voraussetzung zum Mitspielen ist, dass man selbst einen Twitteraccount hat. Wer mag, kann ja mal vorbeischauen und vielleicht auch eine Partie mitspielen…

Handreichung zur Special Edition von Textura

cover-handreichung-textura.jpgWir haben die Handreichung zum Spiel vorab online gestellt.

Für die meisten Spielvarianten benötigt man drei Spielende, die maximale Gruppengröße liegt in der Regel bei sechs Personen.

Wer sich mal anschauen möchte, wie das Spiel funktioniert und wie es im Unterricht eingesetzt werden kann, ist herzlich eingeladen, mal einen Blick reinzuwerfen. Wir freuen uns über Rückmeldungen!

https://textura-spiel.de/2018/08/handreichung/

Ein Blick in die Textura-Werkstatt (Teil 3): jedes Wort wohl gewählt

Deutsche Lager? Wir ahnten, dass die Erarbeitung eines zweisprachigen Spiels zur deutsch-polnischen Verflechtungsgeschichte eine Herausforderung werden würde. In wievielen Details jedoch ein kleiner Sprachteufel sitzt, das war dann aber auch für mich überraschend.

Während im Deutschen selbstverständlich die Rede von „Konzentrationslagern“ ist, haben wir bei der Erarbeitung der Inhalte gelernt, dass der (oben verlinkte) Artikel der polnischen Wikipedia den Titel „deutsche Lager“ trägt. Im Spiel sind sie jetzt fachlich korrekt als „Obozy koncentracyjne“ übersetzt. Das Beispiel zeigt, wie wichtig die enge Zusammenarbeit mit der Übersetzerin und den Experten bei diesem Projekt war, sonst hätten wir leicht die Überzeugung gewinnen können, dass „deutsche Lager“ der etablierte Fachbegriff im Polnischen wäre – aber auch die Wikipedia bildet Geschichtspolitik in ihren Sprachversionen ab und ist deshalb kritisch zu hinterfragen.

Die Wikipedia ist für uns in diesem Projekt insofern besonders wichtig, weil dort tatsächlich alle Inhalte in beiden Sprachen vorliegen. Daher verlinken wir auf den Inhaltskarten des Spiel per QR-Code auf den Artikel der jeweiligen Sprachversion, um den Schülerinnen und Schüler eine schnelle Nachschlagmöglichkeit an die Hand zu geben oder als Ausgangspunkt um sich vertiefend zu informieren.

Angesichts der tatsächlich oft divergierenden Darstellung in den beiden Sprachversionen können in zweisprachigen Gruppen genau diese Unterschiede zum Lernanlass werden. In einsprachigen Gruppen ist (eingeschränkt, weil die Perspektive der anderen in Gruppe fehlt) auch möglich: Das Übersetzungstool deepl.com schafft keine perfekten, aber wirklich gut lesbare Textübersetzungen, die ausreichen, um eine abweichende Perspektive oder Wortwahl erkennen zu können und sie anschließend zu untersuchen bzw. im Unterricht zu thematisieren.

Ein anderes Beispiel ist das „Massaker von Jedwabne„. Jedes Set für jeweils ein Thema bzw. einen deutsch-polnischen Erinnerungsort umfasst (in der Regel) 15 Karten. Das heißt, es muss eine Auswahl getroffen. Gehört nun „Jedwabne“ unbedingt in das Thema „Holocaust“? Wir waren zunächst der Meinung, das aufnehmen zu müssen, um auch diesen Aspekt abzubilden und uns nicht dem Vorwurf einer vorauseilenden Selbstzensur angesichts der politischen und juristischen Entwicklung in Polen auszusetzen.

Am Ende haben wir Jedwabne doch nicht berücksichtigt. In enger Absprache mit den Experten der Polnischen Akademie der Wissenschaften und des Deutschen Polen-Instituts

sind wir übereingenommen, dass eine Einordnung des Geschehens von Jedwabne sehr voraussetzungsreich ist und dass das Spiel diese Einordnung (bei 15 Karten pro Großthema) nicht leisten kann. Ohne eine breite und notwendige Einordnung bestünde aber die Gefahr, mit einer einzelnen Karte zu „Jewabne“ in dem Set „Holocaust“ falsche Vorstellungen zu generieren. Es war dann letztlich eine Frage der (lang diskutierten und reiflichen) Abwägung, diesen Teilaspekt des Holocausts nicht zu berücksichtigen.

Die Erstellung der Inhalte für die Special Edition von Textura ist inzwischen abgeschlossen. Es läuft die Endredaktion der Texte, Christian, unser Illustrator rotiert bei der Fertigstellung der Bilder… Ende des Monats soll das Spiel im Druck sein und dann (hoffentlich) zum neuen Schuljahr, allerspätestens Anfang Oktober vorliegen. Toi, toi, toi!

Schülerrezensionen von Geschichtsspielen

peer-review-icon-2888794_1280Zum Abschluss des Projekts „Der Erste Weltkrieg in Spiel und Realität“ haben die teilnehmenden Schüler Rezensionen zu den fünf analysierten analogen und digitalen Spielen verfasst. Die Rezensionen sollten unter dem Fokus stehen, ob das jeweilige Spiel sich für den Einsatz im Geschichtsunterricht eignet oder nicht. Die fünf Rezensionen finden sich hier zum Download – je nach Wunsch der Schüler – mit oder ohne Namensangaben der Verfasser:

Rezensionen zu Geschichtsspielen zu schreiben ist auf jeden Fall eine gute Möglichkeit, eine vertiefte Auseinandersetzung anzuregen. Rezensionen sind zudem auch eine lebensweltnahe Form der „Ergebnissicherung“. Denkbar sind, anders als wir das im Projekt gemacht haben, auch Video-Rezensionen. Fächerübergreifendes Arbeiten mit Deutsch ist möglich, aber nicht zwingend.

checklist-41335_1280Die Texte zeigen aber, wie schwierig es auch für ältere Schüler ist, eine Rezension zu verfassen. Daraus entstand im Nachgang des Projekts für den regulären Fachunterricht eine Vorlage bzw. ein Raster für Rezensionen zu Geschichtsspielen zu erstellen, das den Schülern einen Leitfaden für die Spielanalyse und zum Schreiben zur Verfügung stellt und nach mehrfacher Übung natürlich auch weggelassen werden kann. Die Vorlage orientiert sich an gängigen Modellen zum Schreiben für Rezensionen von Büchern, ist aber für  Spiele und speziell mit Fragen zur Darstellung von Geschichte im Spiel entsprechend angepasst. Ausprobiert haben wir den Bogen im Unterricht noch nicht, stellen ihn hier aber als Entwurf schon einmal zum Download zur Verfügung und damit auch zur Diskussion. Feedback mit Vorschlägen zur Verbesserung und Präzisierung ist sehr willkommen:

Vorlage: „Geschichtsspiel rezensieren“

Download als PDF-Dokument oder als Word-Doc