Schülerrezensionen von Geschichtsspielen

peer-review-icon-2888794_1280Zum Abschluss des Projekts „Der Erste Weltkrieg in Spiel und Realität“ haben die teilnehmenden Schüler Rezensionen zu den fünf analysierten analogen und digitalen Spielen verfasst. Die Rezensionen sollten unter dem Fokus stehen, ob das jeweilige Spiel sich für den Einsatz im Geschichtsunterricht eignet oder nicht. Die fünf Rezensionen finden sich hier zum Download – je nach Wunsch der Schüler – mit oder ohne Namensangaben der Verfasser:

Rezensionen zu Geschichtsspielen zu schreiben ist auf jeden Fall eine gute Möglichkeit, eine vertiefte Auseinandersetzung anzuregen. Rezensionen sind zudem auch eine lebensweltnahe Form der „Ergebnissicherung“. Denkbar sind, anders als wir das im Projekt gemacht haben, auch Video-Rezensionen. Fächerübergreifendes Arbeiten mit Deutsch ist möglich, aber nicht zwingend.

checklist-41335_1280Die Texte zeigen aber, wie schwierig es auch für ältere Schüler ist, eine Rezension zu verfassen. Daraus entstand im Nachgang des Projekts für den regulären Fachunterricht eine Vorlage bzw. ein Raster für Rezensionen zu Geschichtsspielen zu erstellen, das den Schülern einen Leitfaden für die Spielanalyse und zum Schreiben zur Verfügung stellt und nach mehrfacher Übung natürlich auch weggelassen werden kann. Die Vorlage orientiert sich an gängigen Modellen zum Schreiben für Rezensionen von Büchern, ist aber für  Spiele und speziell mit Fragen zur Darstellung von Geschichte im Spiel entsprechend angepasst. Ausprobiert haben wir den Bogen im Unterricht noch nicht, stellen ihn hier aber als Entwurf schon einmal zum Download zur Verfügung und damit auch zur Diskussion. Feedback mit Vorschlägen zur Verbesserung und Präzisierung ist sehr willkommen:

Vorlage: „Geschichtsspiel rezensieren“

Download als PDF-Dokument oder als Word-Doc

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Rezension: Schreiber et al., Analyse von Schulbüchern

„Das Ziel des Projekts war, ein Verfahren zu entwickeln, mit dessen Hilfe historische Narrationen auf ihren Umgang mit Vergangenheit und Geschichte hin untersucht werden können.“ (S. 9)

Das vorliegende Buch bietet mehr als aus dem Titel zunächst deutlich wird. Das aus der Schulbuchanalyse gewonnene Verfahren wurde erprobt in seiner Anwendbarkeit auf u.a. Zeitzeugengespräche, Ausstellungen und Filme. Das erarbeitete Analyseraster steht auf der Homepage der Geschichtsdidaktik an der Universität Eichstätt als doc-Datei zum Download zur Verfügung.

Mich hat an dem Buch besonders ein Beitrag interessiert, der ganz am Ende steht. Auf der Tagung zur „Nutzung digitaler Medien im Geschichtsunterricht“ in Salzburg hat Waltraud Schreiber das mbook-Projekt vorgestellt. In Eichstätt ist mit dem mbook ein digitales Geschichtsbuch entwickelt worden, über das sich bislang wenig Informationen im Netz finden und das seit diesem Schuljahr in der deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien eingesetzt wird.

Die Eichstätter Forschergruppe sieht in der Diskussion um das Schulbuch der Zukunft zwei grundlegende Positionen, die sie als „digitale Bausteinlösung“ bzw. als Festhalten am „hergebrachten, gedruckten Leitmedium Schulbuch“ beschreiben. Die Entwicklung des mbook für die DG basiert auf den Schulbuchanalysen und soll eine Kombination beider Positionen bieten durch ein Beibehalten der Strukturierungskriterien des Printmediums plus die digitalen Möglichkeiten von Multimedialität, Interaktion und Aktualisierung.

Als Grundlage für die Entwicklung des mbooks dienten ein „narratives Geschichtsverständnis“, eine „die Progression beachtende Förderung der Kompetenzentwicklung“, deren Diagnose sowie eine Berücksichtigung der Möglichkeiten von Differenzierung und Individualisierung. Die Autoren schreiben ihrer hauseigenen Entwicklung dabei das Potential zu, als „Katalysator für einen kompetenzorientierten Geschichtsunterricht“ (216) zu wirken. Große Worte sind das.

Die Vorteile des mbooks liegen auf jeden Fall in seiner system- und plattformunabhängigen Nutzbarkeit. Programmiert ist es auf der Basis von HTML5. Wobei es – meines Wissens – leider zur Zeit weiterhin nicht frei zugänglich, käuflich oder einsehbar ist. Das macht die Beurteilung schwierig, inwieweit die Umsetzung gelungen ist. Auch die Vorstellung einiger Ausschnitte auf der oben genannten Tagung ist für eine Gesamtbeurteilung nicht ausreichend. Gerne würde ich einen größeren Einblick gewinnen und nach dem, was ich gehört habe, ist das Produkt bei den Kollegen in Belgien sehr gut aufgenommen worden. Nach meinem ersten Eindruck nutzt das Projekt allerdings die Möglichkeiten des Digitalen nur in Form von multimedialer und interaktiver Aufbereitung der Inhalte, im Sinne einer „Optimierung“ der Lehr- und Lernmaterialien, berücksichtigt aber in seiner Konzeption nicht – soweit für mich einsehbar – das, was u.a. zuletzt auf der und im Anschluss an die Tagung in München unter  „Lernen unter den Bedingungen der Digitalität“ diskutiert wurde.

Ein Punkt sollte noch Erwähnung finden, der im Buchbeitrag nicht aufgegriffen wird: Für die relativ kleine (ca. 70.000 Einwohner mit 9 Sekundarschulen) deutschsprachige Gemeinschaft gab es bislang keine eigenen Schulgeschichtsbücher, aber neu erstellt einen kompetenzorientierten Rahmenplan der Klassen 9-12 für das Fach Geschichte (DOC-Datei).

Die Entwicklung des mbooks wurde in ein „akademisches Spin-off“ ausgelagert, das Institut für digitales Lernen, das finanziert und beauftragt durch die Deutschsprachige Gemeinschaft das digitale Geschichtsbuch erarbeitet. Hier entsteht also ein Schulbuch, das vom Staat in Auftrag gegeben und bezahlt wurde. Das gibt es bislang in Deutschland. Soweit ich weiß, steht das Buch den belgischen Schülern und Lehrern dadurch kostenlos zur Verfügung, aber keineswegs offen als OER.

Das Zusammengehen von staatlicher Finanzierung von Lehr- und Lernmaterialien und ihre Öffnung bzw. Bereitstellung als OER ist offenkundig anders als vielfach zu lesen keineswegs zwangsläufig, vielmehr hat das Eichstätter Institut offensichtlich ein Interesse daran, ihr Produkt geschlossen zu halten: zum Zwecke der Forschung, Weiterentwicklung, der Deutungshoheit in der Darstellung und wohl vor allem der kommerziellen Verwertung ihres Produkts. Schreiber hat in ihrem Vortrag angedeutet, dass sie in Gesprächen mit deutschen Bildungsministerien steht. Was für die deutschsprachige Gemeinschaft noch vorstellbar ist, bei deren Größe es nicht rentabel war, eigene Schulbücher auf den Markt zu bringen, erzeugt bei mir spontanes Unbehagen, wenn ich an eine Ausdehnung des Projekts denke. Das mbook ist außerhalb martkwirtschaftlicher Konkurrenz entstanden, wurde vom Ministerium beauftragt, finanziert und ist nun alternativlos als Hauptmedium des Unterrichts vorgegeben. Man möge mich korrigieren, wenn ich hier falsch liege, aber mir scheint, das Entstehen einer Monokultur zu befürchten, die zumindest meinen Vorstellungen eines pluralistischen Bildungsystems widerspricht.

Waltraud Schreiber, Alexander Schöner, Florian Sochatzy, Analyse von Schulbüchern als Grundlage empirischer Geschichtsdidaktik, Stuttgart: Kohlhammer 2013.

„Heute gucken wir einen Film“ (Buchtipp)

Das vorliegende Buch ist eine veröffentlichte Masterarbeit von Britta Wehen, die an der Universität Oldenburg entstanden ist. Der ein oder andere Leser hat vielleicht auch zur Entstehung der Arbeit mit der Teilnahme an der Umfrage beigetragen, die auch hier im Blog verlinkt war.

Es ist eine Arbeit, die die Veröffentlichung gelohnt hat und in die jeder Geschichtslehrer, der bei Zeiten einen Film im Unterricht einsetzt, zumindest mal einen Blick werfen sollte.

Die Kernbotschaft der Arbeit ist klar formuliert:

Die große Möglichkeit für den Geschichtsunterricht liegt […] im grundlegenden Konstrukt- und Erzählcharakter des Films: Ein historischer Spielfilm verstanden als historische Narration, kann als Ergebnis eines Re-Konstruktionsprozesses der Vergangenheit de-konstruiert werden. (S. 34)

Die Ergebnisse ihrer Umfrage legen nahe, dass ein solcher Umgang im Unterricht wie aber auch ein entsprechendes Verständnis von historischen Filmen und Geschichte selbst als Konstrukt bei Lehrkräften wenig verbreitet ist.

Wehen stellt überzeugend dar, dass „die Frage nach der Korrektheit der Darstellung […] für sich allein genommen zu keiner historischen Erkenntnis“ (s. 36) führt, da es sich hier nur um einen Abgleich handelt. Daher müsse die „Leitfrage für die De-Konstruktion eines Geschichtsspielfilms […] immer die Frage, auf welche Weise im Spielfilm erzählt und gehandelt wird“ sein. (S. 36)

Obwohl Geschichtsspielfilme enorm populär sind und einen wichtigen Teil der Geschichtskultur, auch insbesondere der Lebenswelt der Schülerwelt, ausmachen, gibt es aus geschichtsdidaktischer Sicht bislang weder umfangreiche Studien zur Wirkungsweise dieser Filme noch dazu ob sie, wie von einer großen Mehrheit der befragten Lehrkrafte angenommen, die Entwicklung historischer Sachkompetenz fördern können.

Insgesamt gibt die Arbeit von Britta Wehen einen Einblick in ein spannendes, noch weitgehend unbearbeitetes Forschungsfeld, das nah am Unterrichtsgeschehen ist. Sie zeigt interessante Perspektiven auf, die dazu anregen, über den Filmeinsatz im eigenen Unterricht zu nachzudenken und diesen in Richtung einer stärkeren Kompetenzorientierung zu verändern.

Britta Wehen, „Heute gucken wir einen Film“. Eine Studie zum Einsatz von historischen Spielfilmen im Geschichtsunterricht (Oldenburger Schriften zur Geschichtswissenschaft 12), Oldenburg 2012.

Rezensionslink: Empirische Rekonstruktion von Kompetenzen

Offensichtlich ein lesenswertes Buch und ein wichtiger Beitrag zur Kompetenzdebatte:

Martens, Matthias: Implizites Wissen und kompetentes Handeln. Die empirische Rekonstruktion von Kompetenzen historischen Verstehens im Umgang mit Darstellungen von Geschichte (= Beihefte zur Zeitschrift für Geschichtsdidaktik). Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2010. ISBN 978-389971-596-5; 371 S.; EUR 53,90.

Rezensiert auf h-soz-kult von Simone Rauthe. Habe ich mir direkt mal zum Lesen bestellt.

 

Rezension: Hörbuch Spectaculum Mundi Medievalis

Das vorliegende Hörbuch stammt aus dem Verlag Berliner Hörspiele. Das Buch ist geschrieben und gelesen von Stephan Warnatsch, der als Lehrer in Berlin an einer Gesamtschule sowie als Lehrbeauftragter am Institut für Geschichte an der TU Berlin tätig ist.

Warnatsch trägt seinen Text mit viel Engagement vor und man gewinnt den Eindruck, dass ihm die mittelalterliche Geschichte ein Herzensanliegen ist. In insgesamt 217 Minuten schlägt Warnatsch auf drei CDs einen großen Bogen von dem Quellenzugang zur mittelalterlichen Geschichte, über den Lebenslauf der Menschen, ihre Lebenswelt in Städten und auf dem Land bis hin zu Reisen, Festen und Fragen der Moral und Religion.

Das Buch ist hörenswert inszeniert und besticht vor allem durch die reiche Auswahl an interessanten Quellen, die von unterschiedlichen Sprechern vorgetragen werden. Gerade die vorgetragenen Quellen lassen sich hervorragend in den Unterricht integrieren. Zum einen weil sie ein weites Panorama der mittelalterlichen Welt eröffnen, zum anderen weil das Zuhören auf diese Weise nur selten vorkommt. Die Schüler in der Regel Quellentexte selbst laut vortragen oder leise erarbeiten. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass bei der Erfassung von Geschichtsstunden festgestellt wurde, dass sehr viel Zeit mit dem lauten Vorlesen von Texten im Unterricht zugebracht würde. Für ein Fach, dass sich als erarbeitend und problemorientiert versteht in der Tat ein erstaunlicher Befund. Auf jeden Fall scheint mir die Kombination von schriftlicher vorliegendem (oder anschließend reingereichtem) Quellentext und dessen professionellem Vortrag von CD eine kleine nette methodische Abwechslung für den Unterrichtsalltag.

Zum Teil scheint der Vortragsduktus beim Verfassertext von Warnatsch etwas schnell und überhastet und die an einigen Stellen etwas akademisch ironische Ausdrucksweise macht das Hörbuch in längeren Passagen selbst für den Unterricht in der Oberstufe schwierig. Text und Vortrag leben von der Lebendigkeit und den Kommentaren des Autors. Undifferenzierte Seitenhiebe wie die Andeutung, der Islam sei im Mittelalter verharrt, sind vollkommen unnötig und wären besser unterblieben. Ansonsten aber ingesamt ein Hörbuch, das Freude und Lust aufs ein sehr vielfältiges Mittelalter macht, das uns hier in seiner zeitgleichen Nähe und Fremdheit präsentiert wird.

Das Hörbuch kann auf den Seiten des Verlags in Auszügen angehört und als CD für 12,99€ bestellt werden.



Buchtipp: Jonathan Hearn, Rethinking nationalism

Jonathan Hearn, Senior Lecturer an der Universtität Edinburgh, bietet mit seinem Buch eine Einführung in das Thema “Nationalismus” und zugleich – wie der Titel ankündigt – eine kritische Reflexion der disziplinär vielfältigen Theorieansätze. Das Buch ist zusammen mit Einführung und Schluss in zehn Kapitel unterteilt. In vier Hauptkapiteln bietet Hearn zunächst eine zusammenfassende Darstellung der wesentlichen Theorieansätze aus primordialistischer (Kap. 2, auch z.B. bei Langewiesche nicht ganz zutreffend als Ethnonationalismus bezeichnet) und modernisierungstheoretischer Sicht (Kap. 4). Die Kapitel 6 und 8 sind dem Zusammenhang von Kultur und Macht gewidmet. In den Kapitel mit den ungeraden Zahlen folgt daraufhin jeweils eine kritische Betrachtung des Vorangegangenen. Diese Aufteilung bringt es mit sich, dass das Buch sowohl zum Einstieg als auch zur weiteren Reflexion gut geeignet ist. Kenner der Thematik können sich auf das Lesen der kritischen Kapitel beschränken.

Für Hearn gehen Nation und Nationalismus aus der Interaktion von „ethnicity-making“ und „state-making“ Prozessen hervor. Deshalb spricht er sich gegen eine strikte Trennung der oft konträr gesehenen Theorien aus. Den Begriff des Nationalismus betrachtet er in seiner Arbeitsdefinition als das Kreieren von miteinander verknüpften Forderungen nach Identität, Rechtsprechung und Territorium im Namen der Bevölkerung. Moderner Nationalismus unterscheidet sich seiner Meinung nach vom älteren in Legitimation und Kommunikation eben dieser Forderungen. Ausgehend von der Hypothese, dass das Streben nach Macht zu den Grundverhaltensweisen der Menschen gehört, definiert er Nationalismus darüber hinaus als eine besondere, im weitesten Sinne moderne Art von Machtstreben.

An den primordialistischen Ansätzen kritisiert Hearn vor allem die mangelnde Berücksichtung der gesellschaftlichen Aspekte. Auch in der Analyse nationalistischer Symbole und Diskurse sieht er keine hinreichende Erklärung, da ihre Effizienz immer abhängig ist von den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und Machtstrukturen. Die Idee der Nation entwickelt sich im Kontext von komplexen Formen gesellschaftlicher Organisation und diese müssen dann folglich auch bei der Analyse berücksichtigt werden.

Hier sieht man seine Nähe zum modernisierungstheoretischen Ansatz. Allerdings lässt dieser für ihn die Fragen nach den Wurzeln und Ursprüngen der Nationsvorstellungen unbeantwortet. Aus diesen Problemen mit den eher als komplementär zu sehenden Theorieansätzen leitet Hearn die Forderung ab, sich intensiver mit den Konzepten von „Power“ und „Culture“ zu beschäftigen, die er als grundlegend für alle Arten von sozialen Beziehungen ansieht. Damit bietet er selbst keinen neuen Theorieansatz, sondern Anregung zum Weiterdenken durch einen Fokuswechsel.

Um das zu verdeutlichen bringt Hearn das Beispiel von Sprache und Religion, die in Diskursen über Nationalismus eine große wenn nicht gar zentrale Rolle spielen. Ausgehend von seinem Ansatz sieht er Sprache als fundamentales Medium für jegliche Art von Machtanspruch und dessen Durchsetzung. Die Religion hingegen, bzw. die mit ihr verbundene Kirche, bietet organisatorische Strukturen und Ressourcen, die wiederum ein Umlenken religiöser Gefühle auf die Nation ermöglichen.

Schließlich stellt er postmodernen Ansätzen seine Sicht gegenüber, dass Nationalismus eine sich im Laufe der Zeit verändernde Realität ist, weswegen er das Phänomen des Nationalismus als eine historische, sich langsam entwickelnde Form gesellschaftlicher Organisation begreift, die eben Macht und Kultur miteinander verknüpft.

Die kritischen Anmerkungen Hearns zu den gängigen Nationalismus-Theorien bieten viele Anknüpfungspunkte um weiterzudenken. Gerade weil dieses Buch keine fertigen Antworten liefert und auch nicht liefern will, ist es eine sehr anregende Lektüre zu einem komplexen Themenfeld.

Jonathan Hearn, Rethinking nationalism. A critical introduction (2006), 272 S., kt., 33,50 €, Palgrave Macmillan, Basingstoke/New York.