Online-Museum zur Migration

Wer es noch nicht kennt, der Blick lohnt: Lebenswege heißt das Online-Migrations-Museum Rheinland-Pfalz. Die Seiten sind im nüchternen Corporate Design des Landes gehalten und bieten eine Fülle von Informationen zur Geschichte der Migration im 20. Jahrhundert: kurze Texte, die  in die Themen einführen, und zahlreiche digitalisierte Quellen (vor allem Fotos und Zeitungsausschnitten). Das Herzstück  sind Beschreibungen von „Lebenswegen“, die mit Bildern und Dokumenten aus dem Privatfundus und Audioausschnitten aus Gesprächen anschaulich präsentiert werden. Die Seiten eignen sich sowohl für den Einsatz in der Mittel- wie Oberstufe. Gleichfalls hilfreich für den Unterricht sind die Überblicke zu Literatur und Filmen, die Geschichte und Aktualität der  Migration in Deutschland thematisieren.

Neanderthal 2.0

Nun sind auch die Neanderthaler im Web 2.0 angekommen: Das Museum bloggt und twittert (und ist auf facebook, und flickr, ein Rundumschlag unter dem Schlagwort neanderweb). Der Blog bietet einen knappen und gut verständlichen Einblick in Forschung und Museumsarbeit.

Die Internetseite des Museums gibt alle üblichen und notwendigen Informationen für einen möglichen Museumsbesuch bereit, hat darüber hinaus aber auch Anregungen und Materialien für den Unterricht zum Download. Wer gerade mit dem chronologischen Durchgang im neuen Schuljahr beginnt, sollte auf jeden Fall mal einen Blick auf die Seiten werfen!

Koblenz unterirdisch

Impressionen von zwei Führungen in Koblenz „unter Tage“: aus dem Deinhards Kellermuseum und dem Höhlenbunker in Ehrenbreitstein.

20 Sekunden im Juli 1941

Die einzigen bewegten Bilder, die Anne Frank zeigen, sind nun im Internet zu sehen. Der Filmausschnitt ist nur 20 Sekunden lang: Das Mädchen aus dem Nachbarhaus heiratet und man sieht Anne bei einem Kameraschwenk aus dem Fenster gelehnt, dem Treiben auf der Straße zusehen. Eingestellt wurde das Video vom Anne-Frank-Haus in Amsterdam, der auf youtube auch einen eigenen Kanal unterhält mit weiteren Videos und Interviews.

Zeitzeuge Kindertransport

Von einigen der Denkmälern in London und Danzig war hier schon die Rede: In der First Person Podacst Series des US Holocaust Memorial Museum gibt es zum Download ein Gespräch mit Freddy Traum vom Mai diesen Jahres. Freddy Traum ist 1929 in Wien geboren und wurde am 20. Juni 1939 durch einen Kindertransport nach London gerettet. Das englische Interview ist vollständig transkribiert, darüber hinaus finden sich auf den Seiten noch weitere Informationen über Freddy Traum und die Kindertransporte.