Valiant Hearts vs Battlefield 1: der Erste Weltkrieg in digitalen Spielen

Zum Download gibt es hier ein kleines (digitales) Arbeitsblatt zur Darstellung des Ersten Weltkriegs in digitalen Spielen, das sowohl ausgedruckt wie digital genutzt werden kann. Das Arbeitsblatt eignet sich für einen Zeitrahmen von rund 45-60 Minuten und leitet die Schülerinnen und Schüler zur selbstständigen Analyse von Covern und Trailern der beiden bekannten Spiele „Battlefield One“ und „Valiant Hearts“ an. Es eignet sich auch für den Einsatz in einer Vertretungsstunde. Voraussetzung ist, dass die Schülerinnen und Schüler einen Internetzugang haben und mit den Grundlagen der Filmanalyse (Kameraeinstellungen, Musik usw.) vertraut sind.

Das Arbeitsblatt kann hier als veränderbares Word-Docx oder als PDF-Dokument heruntergeladen werden.

inscription-1423047_1920

Archäologie + Gaming = Archäogaming

Als Nischenphänomen gibt es das bereits seit ein paar Jahren: In komplexen Computerweltarchaeologist-vecdone-300pxen die Kulturen der Völker und ihre Kulturgüter im Spiel beobachten und beschreiben, die Darstellung von Archäologie und Archäologen in Computerspielen oder die Spiele und ihre Hardware selbst als Artefakte untersuchen. Das Untersuchungsfeld ist breit und immer auf unsere Lebenswelt bezogen.Eine Übersicht zeigt die Breite der Themen, mit denen sich Archäogamer beschäftigen können.

Seit Juni 2013 gibt es das Blog „Archaeogaming“ des Archäologen Andrew Reinhard. Ein weiteres Blog zum Thema bereits auch schon seit 2014 ist von Tara Copplestone. Im letzten Jahr gab es bereits einige Artikel und Interviews zum Thema (siehe z.B. hier und hier).

Auf dem neuen YouTube-Kanal ArchaeoGames ist heute ein erstes Video zu dem letzte Woche erschienenen Spiel „Far Cry Primal“ veröffentlicht worden, das einen Eindruck von einer Computerspielwelt und einer möglichen Herangehensweise zur Beschäftigung mit einer der dort dargestellten Kulturen vermittelt.

 

Das Geheimnis des Archivs – Spielende Archivpädagogik

Aufmerksam geworden auf die Seite bin ich über Archivalia: Le Mystère de la Cordelière. Wer halbwegs Französisch versteht, sollte sich das Angebot des Departementsarchiv Aube unbedingt anschauen. Digitalisierte Quellen sind die Basis für kleine Zuordnungs- und Suchspiele, die in eine größere Rätselgeschichte verpackt werden. Dabei geht es im Wesentlichen darum, in den Quellen einzelne Elemente zu erkennen bzw. wiederzufinden. Es kann also gerade  für Kinder  eine erste Heranführung an die auf den ersten Blick verwirrend  und unlesbar wirkenden Dokument dienen.

Das Ganze ist sehr ansprechend aufbereitet. Es macht Spaß, sich einfach durchzuklicken, die Räume und Quellen zu entdecken. Einzige kleine Ärgerlichkeit ist, dass man den kurzen Vorspann bei erneutem Aufrufen nicht überspringen kann (zumindest habe ich dazu bisher keine Möglichkeit gefunden). Es wäre großartig, wenn es ähnliche Angebote bald auch auf Deutsch geben würde.

Hier scheint sich aber bislang wenig zu tun, siehe auch den nun fast schon zwei Jahre alten Beitrag zu  Computer-/Internetspielen von Archiven und Museen mit den entsprechenden Links.

Zum Thema Gamification, also dem spielenden Lernen, siehe auch aktuell den Bericht über  Serious Games: Lernen im nächsten Level von Christian Füller in der Taz.

Online-Spiele zum Selberbasteln

Auf classtools.net gibt es auf Englisch einige Online-Spiele, die man mit eigenen Inhalten füllen kann. Zum Ausprobieren habe ich mich bei der Zeitleiste von historicum.net bedient und die Daten in das Formular eingetragen. Das Ergebnis kann man hier sehen (und natürlich auch spielen). Die Seiten und Informationen sind auf Englisch. Das Beispiel ist so eingestellt, dass man zwischen den fünf möglichen Spielen wählen kann und auch die eingegebenen Daten lassen sich editieren. Beides kann beim Erstellen gesperrt werden, so dass ein Spiel vorgegeben ist und die eingegebenen Informationen nicht verändert werden können.

Die Spiele sind alle in einem Retro-Stil gehalten, der zumindest für mich einen gewissen Charme besitzt, für Schüler vermutlich weniger…  Die Spiele sind extrem schnell und einfach zu erstellen, können dauerhaft gespeichert und über eine URL den Lernern zur Verfügung gestellt werden. Alle Spielmodelle basieren auf reinen Wissensfragen: Abfragen und Zuordnen von Namen, Ereignissen oder Jahreszahlen. Damit sind die Einsatzmöglichkeiten für den Geschichtsunterricht sehr begrenzt. Aber warum nicht etwas Abwechslung in den Unterricht bringen?  Zur methodischen Auflockerung und inhaltlichen Wiederholung können diese Art Spiele auf jeden Fall mal eingesetzt werden.