Buchtipp: Web 2.0 im Fremdsprachenunterricht

Ein Buch über „Web 2.0 im Fremdsprachenunterricht“ an dieser Stelle vorzustellen, mag zunächst befremden. Aber wenn man mal genau hinauschaut, was gibt es zum Thema „Web 2.0“ bislang für den Geschichtsunterricht? Außer in den einschlägig bekannten Blogs wenig bis gar nichts. In den Fremdsprachen sieht das anders aus, nicht nur ist auf den von Jürgen Wagner und Verena Heckmann herausgegebenen Sammelband zu verweisen, auch in den Praxiszeitschriften sieht es anders aus als bei den Historikern: So ist zum Beispiel die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „Unterricht Französisch“ im Friedrich-Verlag dem Thema „Interaktive Whiteboards“ gewidmet. In Zukunft sicher auch vorstellbar für geschichtsdidaktische Publikationen, vielleicht sogar wünschenswert, auf jeden Fall scheint es, dass wir als Geschichtslehrer trotz der Nähe zur Medienarbeit („Geschichte ist immer und ausschließlich medial vermittelt.“) hinten dran sind.

Es ist nun aber auch, wenn man einmal darüber nachdenkt, nicht so arg verwunderlich, dass die Fremdsprachen in der Nutzung – und folglich in der Publikation von Unterrichtsvorschlägen zum Einsatz – von Web 2.0-Werkzeugen weiter sind als andere Fächer. Das lässt sich meines Erachtens durchaus plausibel mit Anlage und Struktur der sprachlichen Fächergruppe erklären. Ähnliches gilt für Mathe und Naturwissenschaften in Bezug auf das Modell des Flipped oder Inverted Classroom, aber das ist noch einmal ein eigenes Thema.

Worin geht es im Fremdsprachenunterricht? Im Wesentlichen um Kommunikation. Vereinfacht gesagt: Wenn Schüler in einer Fremdsprache kommunizieren, ist das bereits eine Form des Spracherwerbs durch Üben, Wiederholen, Ausprobieren und Improvisieren. Hier liegt eine große Schnittmenge mit dem zugrunde, was als „Web 2.0“ bezeichnet wird: Die eigene Textproduktion, die Interaktion mit anderen Usern und das Veröffentlichen selbst erstellter Inhalte im Netz.

Insofern überrascht es wenig, für die Fremdsprachen entsprechende Veröffentlichungen wie auch das vorliegende Buch zu finden. Stellt sich die Frage, ob sich für den Geschichtsunterricht etwas gewinnbringend lesen oder direkt übernehmen lässt? Um es vorweg zu nehmen: Zur direkten Übernahme in den Geschichtsunterricht eignet sich wenig in dem Buch. Anregend lesen lässt es sich nichtsdestotrotz.

„Web 2.0 im Fremdsprachenunterricht“ hält, was der Untertitel verspricht: Es ist ein „Praxisbuch“. In insgesamt beeindruckenden 35 (!) Beiträgen werden unterschiedlichste Web 2.0-Werkzeuge an einem konkreten Unterrrichtsbeispiel vorgestellt. Jedes Beispiel stammt aus der Praxis und ist hinlänglich erprobt. Eine wahre Fundgrube für jeden (Fremdsprachen-) Lehrer.

Von Wikis über Glogster, Pinterest und Popplet, Podacsting, Microblogging, Trickfilmen, Arbeit mit sozialen Netzwerken und Videos bis zu komplexen Lern-Management-Systemen wie Moodle wird in den Beiträgen ein großer Bogen gespannt oder vielmehr ein bunter Strauß an Möglichkeiten präsentiert. Bei aller Praxisnähe ist an dieser Stelle auch die einzige Kritik zu vermerken: Aus meiner Sicht hätten die Beiträge etwas stärker gebündelt und strukturiert und in einem programmatischen Beitrag auch theoretisch verortet werden dürfen.

Für den Geschichtsunterricht ist mir ähnliches nur im von Ulf Kerber betreuten Wiki der PH Karlsruhe bekannt, das aber (noch) keine Einbettung der einzelnen Werkzeuge in konkrete Unterrrichtszenarien leistet. Auch um eine größere Reichweite zu gewährleisten und den weniger internetaffinen Kollegen an den Schulen und universitären Geschichtsdidaktikern die allgemeinen wie fachspezifischen Potentiale des „Web 2.0“ aufzuzeigen, wäre eine vergleichbare Publikation für den Geschichtsunterricht überaus wünschenswert.

Jürgen Wagner/ Verena Heckmann (Hrsg.), Web 2.0 im Fremdsprachenunterricht, Glückstadt 2012.

P.S. Besonders gut gefallen hat mir die Mehrsprachigkeit des Bandes mit Beiträgen in Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch. Solche mehrsprachigen Publikationen sind mit Ausnahme weniger wissenschaftlicher Tagungs- und Sammelbände selten geworden. Aber auch hier erleichtert die Zielgruppe der Fremdsprachenlehrer die Publikationsform.

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#ICM2013: Das ICM im schulischen Geschichtsunterricht

Am Dienstag startet die zweite deutsche Konferenz zum Inverted Classroom Modell in Marburg. Das Programm findet sich auf den Seiten des ICM-Blogs. Auch die Referenten werden mit den Abstracts für ihre Beiträge dort kurz vorgestellt. Hier schon einmal vorab ein Blick in die Prezi für meinen Vortrag im Plenum, der als Erfahrungsbericht aus der Praxis nach einem Jahr und mehreren „geflippten“ Unterrichtsreihen angelegt ist. Daher passte die Prezi-Vorlage zur Erkundung einer unbekannten Insel ziemlich gut- es gab Umwege, gefährliche Klippen… und am Ende dieses Jahres seit der letzten Konferenz ist sicher kein endgültiges Ziel erreicht, aber doch irgendwie ein Schatz gehoben mit einem im Vergleich zu davor stark veränderten Unterricht.

Geocaching zur jüdischen Geschichte und Tipps für Projekte

Aus einem Schülerprojekt mit einem LK 13 haben wir gestern einen Geocache zum jüdischen Leben im mittelalterlichen Koblenz veröffentlicht. Die Texte und Fragen sind so angelegt, dass mit dem Cache in der Mittelstufe die entsprechenden Seiten im Buch bzw. die Vorgaben des Lehrplans zum Judentum im Mittelalter er- bzw. umgesetzt werden können. Die von den Schülern verfassten Informationstexte bieten neben allgemeinen Informationen immer wieder auch einen lokalen Bezug zu den Orten, an die man sich im Lauf des Caches begibt.

Heute haben wir angefangen, die Infotexte aus dem Cache als Videos aufzubereiten. Das erste Video ist nun fertig und auf Youtube veröffentlicht. Vorteile der Videos sind, dass sie sowohl vom heimischen Rechner als auch vor Ort auf einem mobilen Endgerät angesehen werden können, zum Beispiel während der Geocaching-Tour.

Nach mehreren Geocaching-Unterrichtsprojekten will ich mal versuchen ein paar erste Tipps aus den Praxiserfahrungen zusammenzufassen:

– Geocaching-Projekte brauchen Zeit: Die Schülerinnen und Schüler kennen sich in der Mehrheit weder mit der Nutzung von Geo-Koordinaten noch mit dem GPS an ihrem Smartphone oder gar mit einem richtigen GPS-Gerät aus. Das muss berücksichtigt werden. Gerade mal eben zum Einstieg eine Runde Cachen gehen, funktioniert nicht immer, weil doch (für mich überraschend) viele Schüler mit der Orientierung anhand von GPS-Daten überfordert sind.

– Ob nun ein Rätsel- oder ein Multicache: Es geht beim Geocachen um Koordinaten, daher werden in der Regel Zahlen verrätselt. Bei vielen Caches wird das gemacht durch das Ablesen oder Entdecken einfacher Informationen vor Ort: „Notiere die Anzahl der Wörter in der ersten Reihe…“, „Zähle die Fenster…“, „Nimm die Quersumme der Jahreszahl…“ – die entsprechenden Zahlen ergeben dann jeweils einen Teil der zu erratenden Koordinaten. Soll Geocaching nicht nur Interesse an Themen und Orten wecken, sondern historisches Lernen ermöglichen, dann ist dieses Verfahren viel zu punktuell. Schließlich geht es um Narrationen. Das sollte von Anfang an im Blick sein und, falls Schüler selbst Caches erstellen, auch besprochen werden. Ganz vermeiden lassen sich solche Aufgaben für die Recherche vor Ort vermutlich nicht, wenn man sicher gehen möchte, dass die Orte denn auch tatsächlich aufgesucht werden und die Informationen nicht nur online recherchiert werden (daher die sicher noch verbesserungsfähige Mischform in dem oben verlinkten Cache zur jüdischen Geschichte).

– Es sollte klar sein, dass die Cache-Texte kein „Copy & Paste“ sein sollen. Ein guter Ansatz dafür kann das Benennen einer spezifischen Zielgruppe sein, z.B. das Erstellen des Caches für jüngere Schüler, für die eine Text-Übernahme aus der Wikipedia oder wissenschaftlichen Werken nicht in Fragen kommt. Hier muss dann selbst geschrieben und formuliert werden.

– Die Arbeit in Kleingruppen an verschiedenen Stationen hat sich bewährt. Dabei recherchiert und erstellt jeweils eine Gruppe den Text zu einem Ort. Um sicherzugehen, dass alle die kompletten Inhalte kennen, ist es z.B. möglich, dass die Rätselfragen von ein oder zwei anderen Gruppen erarbeitet werden, die den jeweiligen Text nicht geschrieben haben.

– Denkbar ist auch, dass der Cache selbst, also die zu findene Dose mit den Schlusskoordinaten von der Lehrkraft versteckt wird. Das ist noch einmal recht viel Arbeit, bietet aber den Vorteil, dass in einer Abschlussstunde alle Gruppen die Inhalte noch einmal durchgehen und sich auf die Suche nach dem Cache machen. Allerdings macht das Verstecken von Cache-Dosen selbst viel Spaß. Insofern ist zu überlegen, ob man das den Schülern nehmen will. Für den Lern- und Wiederholungseffekt ist es auf jeden Fall nicht schlecht.

– Die erstellten Materialen können unterschiedlich genutzt und weiterverarbeitet werden. Das ist sowohl denkbar durch dieselbe Gruppe, durch nach Interesse und Neigung wechselnden Gruppen oder in einem arbeitsteiligen Prozess. So haben die Schüler die für den Geocache formulierten Texte anschließend eingesprochen und als Audiodatei gespeichert. Daraus machen wir jetzt Filme. Dadurch kann durch vergleichweise geringen Mehraufwand eine Vielfalt von Materialien entstehen, die unterschiedliche Zugänge und Nutzungsmöglichkeiten erlauben.

Interaktive Netztagung #gld13 | Geschichte Lernen digital

Am 8. und 9. März 2013 findet in München die Tagung #gld13 | Geschichte Lernen digital als Kooperationsprojekt der Körber-Stiftung (Hamburg), der Gerda-Henkel-Stiftung (Düsseldorf), der Bayerischen Staatsbibliothek (München) und der kgd (Konferenz für Geschichtsdidaktik) statt.

Auf der Seite http://www.lisa.gerda-henkel-stiftung.de wird die Tagung live gestreamt. Der Tagungsname ist zugleich Hashtag (#gld13) und soll eine direkte und aktive Beteiligung unter anderem für Zuschauer des Live-Streams ermöglichen. Daher dann auch der Begriff der „interaktiven Netz-“ Tagung.

Entsprechend gibt es zur Tagung auch ein Blog, in dem sich bereits einige der Abstracts der Beiträge sowie Informationen zu den Referenten finden:

http://gelerndig.hypotheses.org

Idee der Tagung ist es, unversitäre Geschichtsdidaktik und digitale Unterrichtspraxis (für eine „digitale Geschichtsdidaktik“? – ein Begriff, der absichtlich vermieden wurde) zusammen und damit ins Gespräch zu bringen. Das scheint mehr als überfällig und die Tagung wird ein Erfolg, wenn sie diesen notwendigen Dialog einleiten hilft. Das Programm verspricht auf jeden Fall spannende Inhalte und Anknüpfungspunkte. Eine Übersicht über das zweitägige Programm kann hier eingesehen werden:

https://speakerdeck.com/pallaske/gld13-tagungsflyer

Tagung: Von Gestern für Morgen lernen

Am Wochenende findet in Köln die Tagung „Von Gestern für Morgen lernen. Zivilgesellschaftliches Engagement an Orten der Erinnerung“ statt. Weitere Informationen sowie das Programm finden sich auf den Seiten der BpB.

Gemeinsam mit den Kollegen von m+b.com sowie dem Team der Kaiserdom-App darf ich dort einen Workshop zum Thema „Multimediale Angebote selbst gestalten“ anbieten. In meinem Part stelle ich die Arbeit mit Google Maps und Geocaching vor. Für alle Interessierten, die vielleicht auch nicht an der Tagung teilnehmen können, gibt es hier vorab schon mal die dazugehörige Präsentation.

Jüdische Geschichte in der eigenen Stadt mit dem Smartphone entdecken

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„Wie vermittelt man Jugendlichen heute jüdische Geschichte und Kultur?“ Mit dieser Frage in einem Tweet wurde ich diese Woche auf den Geschichtomat aufmerksam. Die Seite ist ein Projekt des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden. Zur Projektwoche jetzt im Februar begeben sich Hamburger Schüler auf Spurensuche, dokumentieren und veröffentlichen ihre Ergebnisse in multimedialer Form auf der Webseite, wo sie auf einer Karte auch in der Stadt verortet werden.

Dieselbe Frage haben wir uns in Koblenz auch gestellt. Und auch wir sind – wenig überraschend – zu einem Lernszenario gekommen, dass die Arbeit mit digitalen Medien und mobiles Lernen in den Mittelpunkt stellt, allerdings mit etwas anderem Fokus als in Hamburg. Zunächst ging es gleichfalls darum von der Perspektive, die sich bei vielen Schülern findet, Juden ausschließlich als Opfer wahrzunehmen abzurücken und einen Blick auf jüdische Geschichte als Teil einer historisch vielfältigen Gesellschaft zu werfen.

Der aktuelle 13er Leistungskurs Geschichte hat dazu in Form eines Projekts zwischen schriflichem und mündlichem Abitur begonnen in Zusammenarbeit mit der Stadtbildstelle Koblenz sowie unterstützt durch das Leo-Baeck-Programm, Aspekte jüdischer Geschichte in Koblenz zum eigenen Entdecken für Jugendliche und andere Interessierte aufzubereiten.

Zum Einstieg in das Projekt stand eine Geschichte zur Entdeckung von zwei Treppen, bei denen jüdische Grabsteine als Stufen benutzt wurden. Die erste Treppe wurde 1950 entdeckt und löste einen kleinen Skandal in der Stadt aus. Die zweite Treppe wurde erst 2010 freigelegt. Alle Grabsteine sind mittlerweile entfernt und auf den jüdischen Friedhof überführt. Wer die ganze Geschichte nachlesen möchte, finde auf den Internetseiten des Stadtarchivs Koblenz unter Stadtgeschichte Online ein umfangreiches PDF.

Die Geschichte ist an sich recht spannend und verrät viel über den Umgang mit Juden und dem jüdischen Kulturerbe in der Nachkriegszeit. Nur wird das rund 60 Seiten lange PDF-Dokument wohl kaum jemand in Gänze lesen. Insofern bot es sich an, an diesem Beispiel zu überlegen, ob und ggf. wie sich wissenschaftlich aufgearbeitete Geschichte interessant für ein breites Publikum umsetzen lässt. Ein solches, durchaus anspruchsvolles Vorgehen im Geschichtsunterricht kann eine grundlegende kritische Auseinandersetzung mit Produkten der populären Geschichtskultur anregen.

Für die Umsetzung haben wir uns entschieden, parallel sowohl ein Geocache wie auch ein Geoquest mit dem Editor von Questor herzustellen. Letzteres ist eine kostenlose App für Apple und Android, mit deren Editor sich eine Art multimedialer Stadtrallyes konzipieren lassen, die dann über einen Spielcode in den Apps auf den mobilen Geräten installiert werden können.

Beide Produkte führen über die Spiel- und Rätselform zur Auseinandersetzung mit der Geschichte. Die Ergebnisse sind öffentlich und kostenlos für alle Interessierten nutzbar. Wer Interesse hat, findet den Cache „Jüdische Grabsteine als Treppenstufen“ auf opencaching.de. Der Code zur Installation bei Geoquest lautet: 299609.

In einem zweiten Schritt nehmen wir nun speziell die mittelalterliche Geschichte in den Blick und versuchen gezielt für eine 7./8. Klasse eine Tour zur jüdischen Geschichte in Koblenz anzulegen, die vom Sitz des Stadtherrn zur Judengasse und zum Markt führt. Dabei sollen alle lehrplanrelevanten Aspekte berücksichtigt werden, so dass die Geschichtskollegen in den Koblenzer Schulen das entsprechende Schulbuchkapitel auch durch ein ortbasiertes, entdeckendes Smartphone-Spiel in der Stadt ersetzen könnten.

Ein Schulbuch analysieren ohne die Lehrpläne zu kennen – geht das?

Bei der Durchsicht des Sammelbandes Geschichtsdidaktische Schulbuchforschung (hg. von Saskia Handro / Bernd Schönemann, 2. Auflage Berlin 2011) ist mir aufgefallen, dass einige der an Schulgeschichtsbüchern kritisierten Punkte eigentlich auf das Konto der zugrundliegenden Lehrpläne und nicht der Schulbücher gehen. Soweit ich das sehe, wird das aber in keinem der verschiedenen Aufsätze thematisiert.

Schulbücher müssen sich, um zugelassen und von den Lehrkräften ausgewählt zu werden, an den Vorgaben der Lehrpläne orientieren. Sie können nicht versuchen, besser zu sein als der Lehrplan. Das betrifft vor allem die Inhaltsauswahl. Für gerechtfertigte Kritik an Schulbüchern müssten also auch die Lehrpläne berücksichtigt werden und es scheint mir erstaunlich, dass dies nicht passiert, trotzdem aber nicht mit Kritik gespart wird.

Um das an konkreten Beispielen festzumachen:

Von Borries (S. 46f.) fordert die Berücksichtigung außereuropäischer Kulturen im Vergleich. Das ist sicher wünschenswert. Wenn diese aber im Lehrplan nicht vorgesehen sind, haben sie im Schulbuch nicht zu suchen. Das Gleiche gilt für seinen Vorschlag eines Längsschitts zur „Entwicklung der ‚Kommunikationsmedien'“ (S. 48f.). Ja, das wäre spannend und ließe sich gut umsetzen.

Katja Gorbahn kritisiert zu Recht (S. 191ff.), dass bei der Behandlung der antiken griechischen Stadtstaaten die hellenistische Perspektive dominiert, Griechen und Perser in einer platten Dichotomie von Freiheit vs. Despotismus präsentiert werden, wo eigentlich eine ausführliche, differenziertere Darstellung des Herrschaftssystems und der Gesellschaft des Perserreichs notwendig wäre.

Aber für alle genannten Beispiele gilt: In welchem Lehrplan steht das? Umgekehrt wird es keine Schulbücher geben, die eine entsprechende Vorgabe der Lehrpläne missachten würden. Oder kennt da jemand Beispiele?