Dem Vorkämpfer für den Schutz des geistigen Eigenthums

Der Titel ist Teil einer Inschrift auf einem Grabstein, die ich zufällig bei einem Spaziergang über den alten Friedhof in Bonn entdeckt habe:

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Laut Eintrag in der Wikipedia entwickelte Klostermann, der eigentlich Spezialist im Bergrecht war,

„einen neuartigen Ansatz, um geistige Schöpfungen (Literatur, Kunst und Erfindungen) mit einem aus sich selbst heraus begründbaren Schutz auszustatten. Dazu stellte er die Voraussetzung eines neuartigen (nicht bereits bekannten) Geisteswerkes auf, welches der mechanischen Vervielfältigung zugänglich ist und dessen Schöpfer eben hierdurch einen potentiellen Vermögensvorteil erhält.

Dies zog nicht nur eine argumentative Klammer um die Bereiche des Urheberrechts (Literatur und Kunstwerke) und des Patentrechts, sondern stellte eine Theorie des geistigen Eigentums auf, welche sich nicht auf ein naturrechtliches Persönlichkeitssubstrat des jeweiligen Schöpfers berufen musste. […]

Er hatte maßgebliche Vorarbeit für die spätere Gesetzgebung des Kaiserreichs auf diesem Gebiet geleistet.

Seine Theorie vom geistigen Eigentum wurde jedoch schon kurz darauf als undifferenziert und schlichtweg fehlerhaft angegriffen. Namentlich ersetzte Josef Köhler sie durch seine Lehre der Immaterialgüter und der (nun nicht mehr aus dem Naturrecht stammenden) Persönlichkeitsrechte.“

Schaut man übrigens in den entsprechenden Artikel zum geistigen Eigentum in der Wikipedia ist der Teil zur wesentlichen historischen Entwicklung im 19. Jahrhundert noch ziemlich dünn und wenig hilfreich.

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