Shoah-Überlebender erzählt seine Geschichte über Twitter

Boruch Szlezinger wurde 1925 geboren. Er hat den Holocaust überlebt und sich vor acht Tagen einen Twitter-Account zugelegt (@BSzlezinger). Er lebt in Frankreich und schreibt auf Französisch. Eigentlich schreibt er nicht selbst: Laut dem ersten Tweet vom 21. März hat sein Enkel für ihn das Konto angelegt hat und schreibt für ihn. Szlezinger möchte seine Geschichte erzählen und den Zugang zur Erinnnerung vereinfachen (“Compte créé dans le but de faciliter la transmission de la mémoire de la Shoah.”). In der Twitter-Bio ist nur ein Artikel zur englischen Wikipedia verlinkt, der dort jedoch wegen mangelnder Relevanz gelöscht wurde (siehe die Diskussion hier). Ebenso in der französischen Version.

via Lyonel Kaufmann

Das Geheimnis des Archivs – Spielende Archivpädagogik

Aufmerksam geworden auf die Seite bin ich über Archivalia: Le Mystère de la Cordelière. Wer halbwegs Französisch versteht, sollte sich das Angebot des Departementsarchiv Aube unbedingt anschauen. Digitalisierte Quellen sind die Basis für kleine Zuordnungs- und Suchspiele, die in eine größere Rätselgeschichte verpackt werden. Dabei geht es im Wesentlichen darum, in den Quellen einzelne Elemente zu erkennen bzw. wiederzufinden. Es kann also gerade  für Kinder  eine erste Heranführung an die auf den ersten Blick verwirrend  und unlesbar wirkenden Dokument dienen.

Das Ganze ist sehr ansprechend aufbereitet. Es macht Spaß, sich einfach durchzuklicken, die Räume und Quellen zu entdecken. Einzige kleine Ärgerlichkeit ist, dass man den kurzen Vorspann bei erneutem Aufrufen nicht überspringen kann (zumindest habe ich dazu bisher keine Möglichkeit gefunden). Es wäre großartig, wenn es ähnliche Angebote bald auch auf Deutsch geben würde.

Hier scheint sich aber bislang wenig zu tun, siehe auch den nun fast schon zwei Jahre alten Beitrag zu  Computer-/Internetspielen von Archiven und Museen mit den entsprechenden Links.

Zum Thema Gamification, also dem spielenden Lernen, siehe auch aktuell den Bericht über  Serious Games: Lernen im nächsten Level von Christian Füller in der Taz.

Lenin, Churchill, De Gaulle, Gandhi, Roosevelt und Mao

Was haben Lenin, Churchill, De Gaulle, Gandhi, Roosevelt und Mao gemeinsam, außer dass sie Staatsmänner waren und tot sind?

Unglaublich aber wahr auf Initiative des Präsidenten der Region Languedoc-Rousillon werden gerade von den “großen Staatsmännern” der Geschichte über 3m hohe Bronzestatuen in Montpellier aufgestellt. Siehe die entsprechenden deutschen Presseberichte dazu hier oder naturgemäß etwas umfangreicher das Echo der französischen Presse.